Medienmitteilungen Kanton St.Gallen

Feuer und Feuerwerk ausserhalb Walds wieder erlaubt
Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Waldbrandgefahr gemindert. Der Kanton hebt deshalb per morgen Samstag, 22. August 2026, das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot ausserhalb des Waldes auf. In Wald und Waldesnähe bleibt das Verbot bestehen. Auch können regionale Verbote durch die Gemeinden erlassen werden.

Kommission prüft Ausbau der Kantonspolizei
Die Regierung hat dem Kantonsrat einen Bericht über die polizeiliche Sicherheit und den etappierten Ausbau der Kantonspolizei unterbreitet. Die vorberatende Kommission anerkennt grundsätzlich den Handlungsbedarf beim Korpsausbau. Sie erachtet die vorgelegte Entscheidungsgrundlage allerdings als ungenügend. Dem Sicherheits- und Justizdepartement wurden deshalb zusätzliche Abklärungen und Anhörungen in Auftrag gegeben.

Nachfrage im öffentlichen Verkehr nimmt weiterhin zu
Im vergangenen Jahr stiegen täglich knapp 220'000 Personen an einem St.Galler Bahnhof in einen Zug ein oder aus einem Zug aus – ein neuer Rekord. Das zeigt der neue Bericht zum öffentlichen Verkehr des Volkswirtschaftsdepartements. Der Bericht enthält zudem aktuelle Kennzahlen, informiert über laufende Projekte und gibt einen Überblick über die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs im Kanton.

Japankäfer: Ausbreitung bestätigt, Bekämpfung nötig
Im Raum Buchs und im angrenzenden Fürstentum Liechtenstein hat sich der Japankäfer ausgebreitet. Weil dieser gebietsfremde Käfer Bäume kahl frisst und Wiesen zerstört, muss ein Fund dem Bund gemeldet werden. Dieser hat den Kanton St.Gallen nun damit beauftragt, die Ausbreitung des Käfers zu bekämpfen. Der Kanton verfügt deshalb lokale Einschränkungen.

Reduzierte Sozialhilfe für Personen mit Status S
Schutzbedürftige (Status S) mit Aufenthaltsbewilligung sollen weiterhin nur einen reduzierten Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe haben. Zudem sollen sie im Falle von Sozialhilfebezug nur beschränkt freie Wohnsitzwahl haben. Die St.Galler Regierung hat diese Anpassungen im Sozialhilfegesetz aufgrund einer dringlichen Motion des Kantonsrats erarbeitet. Mit der Anpassung können höhere Sozialhilfekosten für die Gemeinden verhindert werden. Zentral bleibt nach Ansicht der Regierung die weitere Förderung der Erwerbstätigkeit von Personen mit Schutzstatus S.

Mehr Spielraum bei Erschliessungsstrassen und klare Regeln für Busbuchten
Die Regierung will den Gemeinden bei der Klassierung und Dimensionierung von Erschliessungsstrassen mehr Spielraum geben und die kantonalen Genehmigungsverfahren vereinfachen. Neu kann die Feinerschliessung auch über Privatstrassen erfolgen. Zudem sollen Busbuchten an Kantonsstrassen gesetzlich als Regelfall verankert werden. Die Regierung hat dem Kantonsrat die Botschaft und die Entwürfe zum X. und XI. Nachtrag zum Strassengesetz zugeleitet.

Kanton eröffnet neue Ausweisstelle in Sargans
Die Schweiz führt voraussichtlich Ende 2026 eine biometrische Schweizer Identitätskarte ein. Diese ist – wie schon der biometrische Schweizer Pass – mit einem Chip ausgestattet, auf welchem biometrische Angaben gespeichert sind. Der Bezug ist freiwillig. Der Kanton eröffnet in Sargans eine Ausweisstelle, wo auch die neue Identitätskarte bezogen werden kann.

Flexible Unterstützung für PFAS-belastete Betriebe
Die Regierung möchte PFAS-belastete Landwirtschaftsbetriebe zusätzlich finanziell unterstützen, um vorübergehend eine Existenzsicherung zu garantieren. Dazu hat sie dem Kantonsrat eine Revision des Landwirtschaftsgesetzes und einen Nachtrag zum Kantonsratsbeschlusses über einen Sonderkredit für die Unterstützungsbeiträge vorgelegt. Die vorberatende Kommission begrüsst die Vorlage im Grundsatz. Sie schlägt jedoch eine flexiblere Ausrichtung von Beiträgen vor.

Erster Jahrgang im «Gymnasium der Zukunft»
Mit dem Schuljahr 2026/27 treten die ersten St.Galler Gymnasiastinnen und Gymnasiasten nach den Vorgaben des Projekts «Gymnasium der Zukunft» in ihre Ausbildung ein. Der Kanton St.Gallen erneuert damit seine gymnasiale Bildung so grundlegend wie letztmals in den 1990er-Jahren.

Weitere lebende Exemplare des Japankäfers gefunden
Nach dem Fund eines toten Japankäfers vor rund einem Monat sind im Raum Buchs und im Fürstentum Liechtenstein zwischenzeitlich weitere lebende Exemplare in aufgestellte Fallen getappt. Die Fachleute des Kantons und des Fürstentum Liechtensteins stehen mit dem Bund im Kontakt. Aktuell geht es um die Abklärung des Befallsausmasses und um allfällige Bekämpfungsmassnahmen.