Gemeinsam für einen sicheren öffentlichen Raum in der Stadt St.Gallen

Die Situation im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen bleibt herausfordernd. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit von Stadtpolizei, Stiftung Suchthilfe und Dienststelle Kinder Jugend Familie, welche mit unterschiedlichen Aufträgen im öffentlichen Raum präsent sind. Am Donnerstag, 19. März 2026 hat die jährliche Kickoff-Veranstaltung stattgefunden.
Der öffentliche Raum gehört allen Menschen und soll ein respektvolles Zusammenleben ermöglichen. An der jährlichen Kickoff-Veranstaltung vom 19. März 2026 trafen sich Mitarbeitende der Stadtpolizei, der Stiftung Suchthilfe und der Dienststelle Kinder Jugend Familie sowie von anderen Verwaltungsstellen, um die Schwerpunkte für das Jahr 2026 zu besprechen. Die Beteiligten sind sich einig: Gemeinsame Lösungen und ein regelmässiger Austausch sind zentral.
Für das Jahr 2025 haben die zuständigen Stellen eine grundsätzlich positive Bilanz gezogen. Die meisten Menschen haben den öffentlichen Raum respektvoll genutzt und St.Gallen ist nach wie vor eine sichere Stadt. Dennoch gab es gewisse Herausforderungen, welche auch im Jahr 2026 besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Drogensituation bleibt angespannt
In der letzten Saison hat sich insbesondere die Drogenthematik verschärft. Der Konsum von Crack und Freebase ist weiterhin hoch und führte zeitweise zu einer unruhigen Situation sowie vermehrt aggressivem Verhalten von Einzelpersonen. Auffällig war unter anderem die Situation im Kantipark. Dort hielten sich viele Personen auf, vereinzelt kam es zu offenem Konsum und Übernachtungen. Auch gingen vermehrt Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein – etwa zu durch Konsum verschmutzten WC-Anlagen. Zunehmend zeigte sich auch die Problematik der Obdachlosigkeit. Personen übernachteten vermehrt in Parks oder Parkgaragen. Ein Grund dafür ist unter anderem der knapper werdende bezahlbare Wohnraum.
Zusammenarbeit als Schlüssel
Die beteiligten Stellen setzen weiterhin auf Prävention, Präsenz und Dialog. Ziel ist es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln. Es ist ein Balanceakt, der nur gemeinsam gelingt: Es braucht Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen, die kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung der verschiedenen Lösungsansätze und den ständigen Dialog. Im Fokus stehen 2026 insbesondere die Zunahme von Crack- und Freebase-Konsum, mehr obdachlose suchtkranke Personen sowie steigende psychische Belastungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Schaffung eines Konsumraums, der derzeit durch die Stadt St.Gallen geprüft wird. Dank diesem sollen Betroffene näher begleitet und unterstützt sowie der öffentliche Raum entlastet werden können.