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Stadtgeschichten: Die Ursprünge des Frauenfussballs in St.Gallen

DFC St.Gallen 1983
DFC St.Gallen 1983

Im Juli dieses Jahres werden in St.Gallen drei Spiele der UEFA Women's Euro ausgetragen. Grund genug für einen Blick auf die Ursprünge des Frauenfussballs in St.Gallen.

Der Fussball fand 1879 seinen Weg nach St.Gallen mit der Gründung des FC St.Gallen durch englische Studenten. Zu dieser Zeit war der Sport eine Männerdomäne. Der Fussball boomte, und die Schweiz wurde 1904 Gründungsmitglied der FIFA.

Verboten bis in 1960er Jahre
Im Gegensatz dazu begann die Geschichte des Frauenfussballs in der Schweiz erst viel später. Zwar gab es in England und Frankreich bereits 1910 und 1921 Frauenteams, jedoch wurden diese oft aus karitativen Gründen gegründet und waren mit offiziellen Verboten konfrontiert. Ende der 1960er Jahre markierte einen Wendepunkt: In der Schweiz wurde 1968 der erste Damenfussballclub in Zürich und 1970 der DFC St.Gallen gegründet. Die Schweizerische Damenfussball Liga (SDFL) wurde 1970 gegründet, jedoch mit Einschränkungen, da nur Clubs, die einem Herrenverein angehörten, beitreten durften.

Sportlich top, finanziell klamm
Trotz finanzieller Schwierigkeiten, die oft dazu führten, dass Spielerinnen einen Teil der Kosten selbst tragen mussten, war der DFC St.Gallen sportlich erfolgreich und belegte mehrfach hohe Platzierungen in der Liga.  Der DFC St.Gallen organisierte neben dem Meisterschaftsbetrieb auch verschiedene Veranstaltungen zur Finanzierung, wie Hallenturniere und Autowaschtage. Trotz der Herausforderungen konnten sich die St.Galler Fussballerinnen neben dem «grossen Bruder» des Herrenteams behaupten.

Der ausführliche Artikel von Vera Zürcher, Mitarbeiterin des Stadtarchivs, findet sich in der neuen Ausgabe des «Stadtspiegels».

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