Mitteilung Stadt

«Brücken bauen, der Stadt ein Gesicht geben»

Porträt Maria Pappa
Porträt Maria Pappa

Maria Pappa blickt auf vier bewegte erste Monate ihrer Amtszeit als neue Stadtpräsidentin zurück. Die Baudirektion verliess sie ungern, als Vorsteherin der Direktion Inneres und Finanzen wurde sie herzlich aufgenommen. In der neuen Rolle versteht sie sich als Brückenbauerin, Vernetzerin und Stadtpräsidentin für alle. Und sie freut sich, dass langsam aber sicher wieder Leben in die Stadt zurückkehrt.

Maria Pappa wählte die Lokremise, um auf ihre ersten vier Monate als Stadtpräsidentin und Vorsteherin der Direktion Inneres und Finanzen zurückzublicken. Hier reichen sich Kultur und Gastronomie exemplarisch die Hand, zwei Branchen, die durch die Pandemie förmlich durchgeschüttelt wurden. Ein spannendes Quartier, das gleichermassen von Initiativen von Stadt und Kanton lebt, mit der Fachhochschule, dem Spanischen Klubhaus, der Villa Wiesental, die erweitert und zum Hotel ausgebaut wird, der Kreuzbleiche: Hier passiert Stadt, hier fügen sich Kultur, Gastronomie, Bildung, Verkehr, Siedlung und Quartierleben zu einem gelungenen urbanen Ganzen. So stellt sich die neue Stadtpräsidentin «Stadt» vor.

Anspruchsvoller Einstieg zu Pandemiezeiten

Der Einstieg ins neue Amt war anspruchsvoll. Nach wie vor bestimmt die Pandemie unser Leben. Die Homeoffice-Pflicht erschwert die persönliche Begegnung, die Vernetzung, die Vermittlung zwischen Interessen und Generationen. Hier will Maria Pappa einhaken, der Stadt ein Gesicht geben, gegen innen und aussen, die Rolle der Hauptstadt zusammen mit der Kantonsregierung klären und stärken, im Städteverband mitreden und sich auch gegenüber dem Bund bemerkbar machen, wie sie dies anlässlich eines spontanen Zusammentreffens mit Bundespräsident Guy Parmelin bereits tun konnte.

Unerwartet traf sie die öffentliche Aufmerksamkeit aufgrund der Jugendkrawalle an Ostern. Urplötzlich stand die Stadt St.Gallen im Zentrum des nationalen Interesses. Maria Pappa gesellte sich zu den Jugendlichen, suchte das Gespräch, ergründete ihre Bedürfnisse. Das meint sie mit «der Stadt ein Gesicht geben».

Zwischen Interessen vermitteln

Die neue Rolle jener, die «im Stadtrat auf die Gesprächskultur und auf die Uhr schaut», behagt ihr, der Blick aufs Ganze oder auch hier die Vermittlung zwischen den Interessen der einzelnen Direktionen zu einem tragfähigen und im Parlament letztlich auch mehrheitsfähigen Kompromiss. Neu hat sie in der Direktion Inneres und Finanzen vierzehn Mitarbeitende, die ihr direkt unterstellt sind. Darunter sind klassische Verwaltungsaufgaben wie Steueramt, Betreibungsamt, Bevölkerungsdienste, aber auch die Informatikdienste, die Finanzen, die Organisationsentwicklung, die Kultur- und Standortförderung gehören ins Aufgabenportfolio der neuen Stadtpräsidentin. Bislang bestand aufgrund der Pandemie leider kaum Gelegenheit, sich physisch zu treffen, die Einarbeitung geschah unter erschwerten Corona-Bedingungen und dauert an.

Neu präsidiert Maria Pappa die Einbürgerungsräte St.Gallen und St.Gallen-Tablat, ist Vorstandsmitglied von St.Gallen-Bodensee Tourismus (SGBT) und der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP), der Vereinigung der Gemeinden der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee (Regio), im Stiftungsrat der Lokremise, weiterhin Kantonsrätin und vieles mehr.

Trotz der zahlreichen Aufgaben und Repräsentationen versteht sich Maria Pappa als «Stadtpräsidentin für alle», die auch mal für einen spontanen Schwatz auf der Gasse zu haben ist, sich den Bedürfnissen und gerade auch anderslautenden Meinungen der Bevölkerung stellt und zuhören kann. Das fällt leichter, wenn die Pandemie bald überstanden ist. Die neue Stadtpräsidentin freut sich darauf, dazu appelliert sie an die Vernunft und Solidarität untereinander. Sie ruft die Bevölkerung auf, den anderen Mitmenschen Sorge zu tragen und auf die Schutzmassnahmen zu achten. Gleichzeitig soll der Kontakt mit anderen Menschen gepflegt werden, da dieser für das psychische Wohlbefinden ebenfalls sehr wichtig ist.