Kanton St.Gallen übt Hochwasserschutz am Rhein

Ein grosses Rheinhochwasser verlangt koordinierte Vorsorge, klare Führung und gut ausgebildetes Personal. Mit der Kantonsübung GRANDE 26 übt der Kanton St.Gallen gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen aus dem Zivilschutz unter realitätsnahen Bedingungen, wie die Dammüberwachung im Ernstfall über längere Zeit zuverlässig sichergestellt wird.
Die Übung bringt die Einsatzleitung des Kantons und drei regionale Zivilschutzorganisationen – Werdenberg, Sarganserland und Rheintal – zusammen. Im Zentrum stehen die Dammüberwachung am Rhein, die Einsatzlogistik sowie die Führungsprozesse bei einem länger dauernden Hochwasserereignis.
Seit dem 1. Januar 2022 hat der Zivilschutz die Aufgabe der Dammüberwachung von den Feuerwehren übernommen. Er verfügt über die personellen Mittel, um Kontrollaufgaben und Unterstützungseinsätze über längere Zeiträume sicherzustellen.
Zusammenarbeit, Führung und Logistik im Test
GRANDE 26 überprüft, ob die kantonalen und regionalen Einsatzstrukturen bei einem länger dauernden Ereignis belastbar bleiben. Im Fokus stehen klare Zuständigkeiten, tragfähige Ressourcen sowie die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg. Die Übung liefert Erkenntnisse zur Machbarkeit der erarbeiteten Einsatzpläne und zeigt, wie Fachbeurteilungen und Informationen rechtzeitig zusammengeführt und Massnahmen koordiniert umgesetzt werden müssen.
Die Dammpatrouillen werden dabei gemischt zusammengestellt: Ortsansässige, grundausgebildete Zivilschützer bilden gemeinsam mit kurzausgebildeten Angehörigen des Zivilschutzes eine Equipe am Damm.
Im Ereignisfall sieht das kantonale Einsatzdispositiv vor, dass Kräfte durch den Kantonalen Führungsstab priorisiert, verschoben oder zurückgeführt werden – um die Führungsfähigkeit auch bei knappen Ressourcen sicherzustellen.