Mitteilung Kanton

Weniger Stellensuchende und weniger offene Stellen

Man sieht Frauenhände an einem Laptop.
Man sieht Frauenhände an einem Laptop.

Ende Mai waren aus dem Kanton St.Gallen 11'428 Personen zur Stellensuche bei einem RAV gemeldet. Das sind 957 mehr als vor Jahresfrist und 228 weniger als Ende April. Die Zahl der offenen Stellen beträgt aktuell 3'540. Für Kurzarbeit vorangemeldet sind 1'590 Beschäftigte.

Die Zahl der bei einem St.Galler RAV gemeldeten Stellensuchenden lag per Ende Mai 2026 um 9,1 Prozent höher als vor Jahresfrist. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 2,0 Prozent gesunken. Dieser Rückgang entspricht der saisonüblichen Entwicklung.

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft Stellensuchende aus Industrie und Gewerbe mit 5,7 Prozent (+227 auf 4'190 Personen) weniger stark als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 11,6 Prozent (+734 auf 7'056 Personen).

Die Entwicklung der Zahl der Stellensuchenden in der ganzen Schweiz verläuft ähnlich wie im Kanton St.Gallen. Hier beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 9,5 Prozent, im Vergleich zum Vormonat ergibt sich ein Rückgang um 2,2 Prozent.

Altersgruppen

Bei der Altersgruppe der 15- bis 24-jährigen Stellensuchenden beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 10,2 Prozent (von 1'021 auf 1'125) und bei den 25- bis 49-jährigen 9,0 Prozent (von 6'266 auf 6'828). Einen vergleichbaren Anstieg gegenüber dem Vorjahr gab es bei den 50-Jährigen und Älteren, nämlich 9,1 Prozent (von 3'184 auf 3'475).

Wahlkreise

In allen Wahlkreisen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich gestiegen, zwischen 2,4 Prozent im Wahlkreis St.Gallen und 26,8 Prozent in See-Gaster. Ebenfalls über dem kantonalen Mittel von +9,1 Prozent ist die Zunahme im Toggenburg (+24,0%) im Sarganserland (+17,3%) und im Wahlkreis Rorschach (+11,5%). Weniger stark ist das Wachstum im Wahlkreis Wil (+4,3%) und im Werdenberg (+4,4%). Das Rheintal liegt im kantonalen Mittel.

Offene Stellen

Ende Mai 2026 waren bei den RAV des Kantons St.Gallen 3'540 offene Stellen gemeldet. Das sind 89 mehr als vor Jahresfrist und 728 weniger als im Vormonat. Rund 60 Prozent davon stammen aus meldepflichtigen Berufen neues Fenster. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Personen in Handwerks- und verwandten Berufen.

Kurzarbeit

Für den Juni 2026 haben 45 Betriebe 1'590 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Damit ist die Zahl der Betriebe im Monatsvergleich um 15 und die Zahl der vorangemeldeten Mitarbeitenden um 283 gesunken. Für 188 Mitarbeitende sind die Gesuche noch hängig. Betroffen sind Unternehmen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe aus allen Regionen des Kantons. Im Vordergrund stehen vor allem generell konjunkturell bedingte Schwierigkeiten. Die Auswertung basiert auf den bis Ende Mai 2026 bearbeiteten Gesuchen.
Gemäss noch provisorischen Werten wurde im Jahr 2025 im Kanton St.Gallen 23 Millionen Franken Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt. Damit wurden rund 800'000 ausgefallene Arbeitsstunden entschädigt. 2024 waren es 20 Millionen Franken und rund 720'000 Stunden gewesen.

Detailinformationen im Statistikportal

Eine detaillierte tabellarische Darstellung der Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach soziodemografischen Merkmalen und Branchen steht auf dem kantonalen Statistikportal zur Verfügung (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), ebenso zu den aktualisierten Quotenwerten (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), zur abgerechneten Kurzarbeit (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster) und zu weiteren wichtigen Kennzahlen neues Fenster. Die offenen Stellen sind als Stada-Tabelle neues Fenster abrufbar.

Weiteres statistisches Informationsmaterial zu den Arbeitslosen und Stellensuchenden in Form von Grafiken, Tabellen und interaktiven Datenbanken ist auf dem kantonalen Statistikportal zu finden.

Die vom Amt für Daten und Statistik (DSSG) publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.