Mitteilung Kanton

Mobilitätsallianz verändert den Pendlerverkehr

Symbolbild öffentlicher Verkehr
Symbolbild öffentlicher Verkehr

In der Mobilitätsallianz Ostschweiz fördern namhafte Unternehmen unter Führung des Kantons St.Gallen den nachhaltigen Berufspendlerverkehr. Sie leisten einen zentralen Beitrag zu den kantonalen Klimazielen und stärken den Standort. Bereits anderthalb Jahre nach Gründung der Allianz ist die Wirkung messbar.

Die neun Unternehmen Bühler AG, SFS Group Schweiz AG, thyssenkrupp Presta AG, VAT Vakuumventile AG, Leica Geosystems AG, Hilti AG, SwissOptic AG, Escatec Switzerland AG und die Thurgauer Kantonalbank gehen voran. Sie setzen gemeinsam mit den Kantonen, dem Fürstentum Lichtenstein und dem Tarifverbund Ostwind auf datenbasierte Mobilitätskonzepte. Ziel ist es, den Arbeitsweg tausender Angestellter vermehrt auf den öffentlichen Verkehr sowie den Velo- und Fussverkehr zu verlagern. Die Allianz zielt auf ein gesamtheitliches Mobilitätssystem ab, bei dem alle Verkehrsträger intelligent kombiniert werden.

Bereits anderthalb Jahre nach Einführung reduziert die Mobilitätsallianz den motorisierten Pendlerverkehr deutlich. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstosses und stärkt den Wirtschaftsstandort Ostschweiz. Knapp 1000 Mitarbeitende sind seither vom Auto auf den öV oder aufs Velo umgestiegen. Die eingesparten Parkplätze entsprechen einer Fläche von vier Fussballfeldern; die Zahl der Umsteigenden entspricht drei voll besetzten SOB Traverso-Züge.

Weniger Verkehr, mehr Entwicklungsspielraum

Die Genossenschaft 42hacks analysiert für die Unternehmen der Allianz die Verkehrsströme und empfiehlt ihnen einen gezielten Massnahmenmix für die Pendlerreisen der Angestellten. So nutzt die SFS Group am Standort Heerbrugg freigewordene Parkplätze, um das Personalrestaurant mit einem attraktiven Aussenbereich zu erweitern. Andere nutzen die Flächen für Innovationsprojekte oder neue Arbeitsplätze. Die Bühler AG setzt auf die Nutzung gewonnener Flächen für zukunftsgerichtete Entwicklungen; zudem hat sie ein regelmässiges Stauproblem um den Uzwiler Firmenstandort gelöst. Für die Hilti AG ist die Förderung des öV-Pendelns neben dem Umweltaspekt auch ein Mittel, Talente zu gewinnen und zu halten: Mitarbeitende können Pendlerzeit im öV als Arbeitszeit nutzen; der Radius für die Rekrutierung vergrössert sich dadurch erheblich.